Erstellung eines ISS/ISE-Pakets

Fallstudien

PHASTAR erhielt den Auftrag, ein internationales Pharmaunternehmen bei der integrierten Zusammenfassung zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit (ISS/ISE) für eine Zulassungseinreichung zu unterstützen. Die Arbeit begann damit, den Studiensponsor bei der Bestimmung einer Integrationsstrategie für ca. 20 Phase-I-Studien, sechs Phase-II-Studien und deren entsprechende Verlängerung sowie drei Phase-III-Studien und der dazugehörigen langfristigen Follow-up-Studie zu beraten. Dies beinhaltete die Definition einer Reihe von relevanten Analysesätzen und Reporting-Zeiträumen für die Sicherheits- und Wirksamkeitsanalysen, bevor Analysepläne für die gebündelten Phase-II-Analysen sowie die gebündelten Analysen der Phasen II und III ausgearbeitet wurden.

Aus dem Blickwinkel der Programmierung begann die Arbeit mit einer Überprüfung der von einem anderen Anbieter gelieferten SDTM-Datensätze und der Erstellung eines Datenbankpools für das Reporting. Die Integration besagter Datensätze wurde auf ADaM-Level durchgeführt, und es wurden gebündelte ADaM-Datensätze unter Verwendung der AdaMS der einzelnen Studie erstellt. Unerwünschte Ereignisse, Begleitmedikationen sowie die medizinische Vorgeschichte wurden mittels Variablen neu codiert, damit die Terminologie in allen Studien konsistent war. Unerwünschte Ereignisse von besonderem Interesse wurden in allen Studien neu definiert. Kodierte Variablen waren gemäß CDISC-geregelter Terminologie kodiert worden, wobei wir allerdings prüften, ob dies tatsächlich der Fall war, und etwaige Diskrepanzen korrigierten.

Da viele der Studien unterschiedliche Follow-up-Zeiträume aufwiesen, wurde das Daten-Reporting über unerwünschte Ereignisse generell nach Anpassungen für die Expositionszeit ausgeführt (d. h. Nutzung von expositionsbereinigten Ereignisraten, gemessen in Patientenjahren). Es wurde ein Gespräch mit dem Sponsor geführt, um sicherzustellen, dass wir die korrekte Definition der expositionsbereinigten Ereignisrate mit dem richtigen Zähler und Nenner hatten. Wir stellten fest, dass die Exposition in den verschiedenen Studien unterschiedlich definiert worden war, wobei auch Behandlungslücken uneinheitlich gehandhabt wurden. Daher mussten wir die Expositionsinformationen neu ableiten und mit den einzelnen Studien abgleichen, um die Korrektheit unserer Ableitungen abzusichern. Unbedenklichkeitsanalysen wurden im Hinblick auf Zusammenfassungen und Balkendiagramme von expositionsbereinigten Ereignisraten neben einer Reihe von weiteren grafischen Darstellungen wie Häufigkeitsstreuung und kumulativen Inzidenzdiagrammen konzipiert.

Die Maßeinheiten von Laboren waren allgemein über alle Studien hinweg uneinheitlich. Aus diesem Grund mussten auch die Laborergebnisse entsprechend der Standards des Sponsors in standardisierte Einheiten neu abgeleitet werden.

In den Wirksamkeitsanalysen war der Schwerpunkt darauf gelegt worden, langfristige Wirksamkeitsergebnisse für jede Studie einzeln zu berichten. Wir verzeichneten eine Vielzahl von Wirksamkeitsmaßstäben und mussten gewährleisten, dass die Ergebnisse der einzelnen Studien den von uns erzeugten Ergebnissen entsprachen. Es wurde außerdem Zeit darauf verwendet abzusichern, dass unsere Ergebnisse den vorher berichteten Studienergebnissen entsprachen.