Interimanalyse und DMC

Fallstudien

Verblindete Datenausgaben waren intern von einem Sponsor programmiert worden, und wir stellten einen unabhängigen Statistiker zur Verfügung, der an den Besprechungen als Statistikberater teilnahm. Der Sponsor erstellte verblindete Datenausgaben außerhalb seiner standardmäßigen Reporting-Umgebung, sodass wir Ausgaben auf einfache Weise unter Einsatz einer eigenständigen SAS-Umgebung nachbilden konnten. Wir erhielten dann vor der endgültigen Fertigstellung die DMC-Charta zur Überprüfung.

Es war eine begrenzte Zahl von Statistikern und Programmierern eingebunden, und wir organisierten eine interne Eröffnungsbesprechung zum Projektbeginn, in der wir unter anderem erörterten, wie wir die Verblindung für das restliche Studienteam aufrecht erhalten konnten.

Für die Analyse wurde ein Cox Proportional Hazards Modell genutzt; die Annahmen dieser Analyse wurden bei jedem Analyselauf geprüft. In der Praxis mussten wir einige Zeilen unserer AUTOEXEC.SAS anpassen, damit sie zur SAS-Umgebung des Sponsors passten. Nach der Übertragung des ersten DMC-Datensatzes hatten wir eine Reihe von Fragen und Klärungsbedarf zu den Datenausgaben, die in Gesprächen mit dem Sponsor gelöst wurden. Wir erstellten Protokolle der DMC-Meetings und tauschten sie mit dem DMC-Team aus. Darüber hinaus planten wir Folgesitzungen mithilfe webbasierter Terminplaner. Das DMC schickte uns folgende Nachricht, nachdem wir das Protokoll geliefert und eines der Meetings einberufen hatten: „Vielen Dank und wir möchten uns auch für die Organisation der Telefonkonferenz und das Protokoll bedanken. Sie sind äußerst kompetent.“

Wir haben die Arbeit entsprechend fortgeführt und hatten insgesamt sechs DMC-Sitzungen zum Projekt. Es gab einige Probleme, die mit dem Sponsor bei der Durchführung des Projekts erörtert werden mussten.

  • Beispielsweise hatten wir Randomisierungscodes für Patienten erhalten, die nicht in der randomisierten Gruppe waren.
  • Gelegentlich stimmten die Produktion und der vom Sponsor gelieferte QC-Code nicht überein. Derartige Probleme besprachen wir mit dem Sponsor immer so, dass niemand vom Sponsorenteam unverblindet wurde.

In der dritten DMC-Sitzung forderte das DMC zusätzliche Datenausgaben an. Es wurde beschlossen, dass – sollten wir den Sponsor um die Erstellung solcher Daten bitten – dies möglicherweise auf etwaige Bedenken des DMC hinweisen könnte. Wir baten den Sponsor um die Rohdaten und programmierten einen zusätzlichen Satz mit fünf Datenausgaben für die anschließende DMC-Sitzung. Bei der Vorbereitung auf die vierte DMC-Sitzung, nachdem wir die DMC-Programmierung vom Sponsor erhalten hatten, gab es bei der Ausführung der Grafiken Fehlermeldungen. Daraufhin importierten wir den vom Sponsor verwendeten, tatsächlichen SAS-Gerätetreiber in unser System: Damit war das Problem gelöst.

Die Datenausgaben wurden auf unserem sicheren Windows-Server gespeichert, auf den jedes DMC-Komiteemitglied mit einer persönlichen Login-ID und einem Passwort über das Internet zugreifen kann.